Jennewitzer Bauten in heutiger Ansicht

Jennewitz-Lageplan Nebenstehender Lageplan dient zum Erhalt einer groben Übersicht für die Flur der Gemarkung Jennewitz.

Die nachfolgende Bildergalerie ist der Versuch, die Bausubstanz der Gemeinde Jennewitz zu dokumentieren, wie diese sich gegenwärtig darstellt.
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Letzte Änderung: 8. Mai 2016; Kapitel: 5. Die Gegenwart seit 1990; Schlagwörter: , , ,

Das Jennewitzer Gutshaus

2013-GH Das genaue Baujahr konnte ich bisher noch nicht in Erfahrung bringen, vieles deutet aber auf eine Errichtung nach 1872 hin. Durch französische Kriegsreparationen zu Geld gekommen, investierte das Schweriner Herzoghaus unter anderem auch in die Bausubstanz seiner Domänen.

Gebaut wurde das Haus als Wohnsitz der Pächterfamilie und deren Bedienstete.
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Letzte Änderung: 3. Mai 2017; Kapitel: 1. Artikel ohne Zeitzuordnung; Schlagwörter: , ,

Die Grundsanierung des Jennewitzer Gutshauses ab 1999

Das Jennewitzer Gutshaus vor seiner SanierungDer Bestand bei Übernahme 1998
Bei der Privatisierung des ehemaligen Gutshauses war dieses in einem baulichen Zustand, der eine gründliche Sanierung unumgänglich machte. Dabei stellte die verschlissene Bausubstanz noch das kleinere Übel dar.

Aber nicht nur das Haus befand sich in einem beklagenswerten Zustand. Auf dem Grundstück sah es nicht viel besser aus.
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Letzte Änderung: 3. Mai 2017; Kapitel: 5. Die Gegenwart seit 1990; Schlagwörter: ,

Luftbilder von Jennewitz aus 1953

1953 wurde das Territorium der damaligen DDR zur luftbildtechnischen Erfassung systematisch abgeflogen. Aus diesem Programm stammen die ältesten, bekannten Luftaufnahmen der Jennewitzer Flur.
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Letzte Änderung: 11. Januar 2015; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , , , ,

Jennewitz als regionaler MAS Stützpunkt

1950-MAS-Traktoristen1948 wurde Jennewitz MAS Stützpunkt in der Region. Dazu wurde begonnen, den Bereich zwischen der Straße Kröpelin – Kühlungsborn als Technikstützpunkt mit Werkstatt zu bebauen. Auch die große Scheune auf dem Gutshof wurde dazu umgenutzt und zu einer Werkstatt mit Sozialtrakt umgebaut.
Auch das ehemalige Gutshaus wurde der MAS zugeordnet und entsprechend umgebaut.
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Letzte Änderung: 5. Februar 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , , ,

Der Bauboom von 1947 bis 1950

Wie ich im Artikel „Die Bodenreform 1946“ dargelegt habe, stellte die Bereitstellung von Wohn- und Wirtschaftsraum auch für die Jennewitzer Neubauern ein großes Problem dar.
Wie dieses in Jennewitz gelöst wurde beschreibe ich nachfolgend.
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Letzte Änderung: 5. Februar 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , , , , ,

Die Volkszählung von 1900

Eine wichtige Quelle für jeden Chronisten sind die Listen der Volkszählung in Mecklenburg von 1900. Das Gute ist, niemand muss dafür ins Landesarchiv reisen. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch als Mormonen bezeichnet, hat mit ihrem Projekt FamilySearch eine gigantische Datenbank mit historischen Personendaten geschaffen. Diese ist in weiten Teilen öffentlich zugänglich und kostenlos. So sind dort auch sämtliche Erfassungsbögen der Mecklenburger Volkszählung von 1900 gescannt und digital indiziert.
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Letzte Änderung: 6. Mai 2017; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , , , ,

Jennewitz im 19. Jahrhundert

Im Gegensatz zum benachbarten Amt Bukow, das umfangreichen ritterlichen Besitz zu verwalten hatte, befand sich der gesamte Amtsbereich Doberan seit der Säkularisation des Klosters 1552 in domanialem Besitz des Schweriner Herrscherhauses. Dies trifft damit natürlich auch auf Jennewitz zu, was eine Analyse der zeitgenössischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse deutlich vereinfacht.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: ,

Jennewitz im 18. Jahrhundert

Auch in Jennewitz begann das 18. Jahrhundert mit „Wundenlecken“. Gerade die ländlichen Räume Mecklenburgs hatten noch immer unter den Folgen des Dreißigjährigen Krieges zu leiden. So war das Gut Jennewitz bis 1712 verpfändet. Es war die Blütezeit der Leibeigenschaft und des Bauernlegens.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , , ,

Jennewitz in den Mecklenburgischen Beichtkinderverzeichnissen von 1751

Das Jahr 1751 ist eine Zeitmarke, die in diversen Chroniken der Region sehr oft auftaucht. In dem Jahr, wie auch bereits 1704, ließ die Kirche von ihren Pastoren sogenannte Beichtkinderverzeichnisse erstellen. Dies geschah im Rahmen der Verantwortlichkeit der Kirchenämter für das Standeswesen. Da in diesen Jahren wohl so ziemlich alle Einwohner Mecklenburgs, zumindest im ländlichen Raum, christlich getauft und konfirmiert waren, sind diese Verzeichnisse wie Einwohnerlisten zu sehen. So wurden dort für Jennewitz, das zum Kirchspiel „des Städtlein Cröpelin“ gehörte, 23 Namen aufgelistet, wie die Freileute:
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Letzte Änderung: 18. Januar 2015; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , ,

Der Zeitpachthof Jennewitz

Anfänglich wurden die Domänen Mecklenburgs durch die Ämter direkt verwaltet. In der Regel war ein Amtsverwalter für mehrere Domänen zuständig. Da machte auch Jennewitz keine Ausnahme. Wie das in der Praxis aussah, konnte ich bislang noch nicht in Erfahrung bringen. Denkbar ist, dass vor Ort ein „Vorarbeiter“ die Anordnungen des Verwalters während seiner Abwesenheit umsetzte und für Ordnung sorgte.

Jennewitz gehörte auch zu den Domänen, die, augenscheinlich infolge des Dreißigjährigen Krieges, verpfändet wurden. Von 1643 bis 1712 wurde der Hof an den » kgl. Obrist Lieutenant Arendt Levezow zu Schorrentin « verpfändet. Einzelheiten über die Gründe sind den Akten genauso wenig zu entnehmen, wie die Art der Bewirtschaftung in diesem Zeitraum.

Als eine der ersten Domänen im Herzogtum Schwerin begann für Jennewitz die Ära als Zeitpachthof. Nachdem der Hof 1712 aus der Verpfändung entlassen wurde, verpachtete die herzogliche Kammer den Hof sofort an einen Johann Christian Steinbecken.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , ,

Jennewitz unter den Folgen des Dreißigjährigen Krieges

Ob Jennewitz unter direkten Kriegseinwirkungen zu leidem hatte, ist bislang nicht bekannt. Eine um 1932 erstellte Chronik von Kröpelin verzeichnet für das Kirchspiel Kröpelin einen deutlichen Bevölkerungsrückgang.
In Jennewitz ist dort für 1601 ein Hof und zwei Hufen und für 1653 nur noch ein Hof aufgeführt:
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2014; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: ,

Hofbeschreibung von 1605

Im Jahr 1605 sah sich die Herzoginnenwitwe des Mecklenburger Herrscherhauses, Sophia von Schleswig-Holstein-Gottorf, genötigt, die Domäne Jennewitz zu verpfänden. Dies geschah in Vormundschaft ihrer minderjährigen Söhne und Thronerben. Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt, jedoch ist der Begriff „Schulden“ keine Erfindung der Gegenwart. Auch frühere Herrscher haben es verstanden, ihre Abenteuer durch kommende Generationen finanzieren zu lassen.

Im Zuge der Abtretungsverhandlungen wurde eine Inventarliste erstellt, die als erste mir bekannte Hofbeschreibung eine Vorstellung zeitgenössischer Gutsbewirtschaftung vermittelt.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2014; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , , ,

Der erste Hofanschlag 1598

Nein, ich habe mich mit der Überschrift nicht vertan. Das Gut Jennewitz ist ein gutes Beispiel, wie langwierig der Aufbau einer funktionierenden Verwaltung war. Zu erwarten wäre eigentlich eine Bestandsaufnahme unmittelbar nachdem 1552 die ehemaligen Klosterländereien in das herzogliche Domanium integriert wurden.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: ,