Jennewitzer Bauten in heutiger Ansicht

Jennewitz-Lageplan Nebenstehender Lageplan dient zum Erhalt einer groben Übersicht für die Flur der Gemarkung Jennewitz.

Die nachfolgende Bildergalerie ist der Versuch, die Bausubstanz der Gemeinde Jennewitz zu dokumentieren, wie diese sich gegenwärtig darstellt.
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Letzte Änderung: 8. Mai 2016; Kapitel: 5. Die Gegenwart seit 1990; Schlagwörter: , , ,

Die Gemeinde Jennewitz

Dienstsiegel Der Beitritt Mecklenburgs zum Norddeutschen Bund am 15. Juni 1867 hatte auch zur Folge, dass Mecklenburg sein Rechtssystem anpassen musste. Dabei brauchten die konservativen Kräfte jedoch wenig Angst haben, vor einer halbwegs modernen Verfassung blieb Mecklenburg bis 1918 meilenweit entfernt. Allerdings wuchs der Druck, eine auf eigenständige Gemeinden basierende Verwaltung auch in den Dörfern einzuführen.
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Letzte Änderung: 31. Dezember 2015; Kapitel: 1. Artikel ohne Zeitzuordnung; Schlagwörter: ,

Das Jennewitzer Gutshaus

2013-GH Das genaue Baujahr konnte ich bisher noch nicht in Erfahrung bringen, vieles deutet aber auf eine Errichtung nach 1872 hin. Durch französische Kriegsreparationen zu Geld gekommen, investierte das Schweriner Herzoghaus unter anderem auch in die Bausubstanz seiner Domänen.

Gebaut wurde das Haus als Wohnsitz der Pächterfamilie und deren Bedienstete.
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Letzte Änderung: 3. Mai 2017; Kapitel: 1. Artikel ohne Zeitzuordnung; Schlagwörter: , ,

Die Grundsanierung des Jennewitzer Gutshauses ab 1999

Das Jennewitzer Gutshaus vor seiner SanierungDer Bestand bei Übernahme 1998
Bei der Privatisierung des ehemaligen Gutshauses war dieses in einem baulichen Zustand, der eine gründliche Sanierung unumgänglich machte. Dabei stellte die verschlissene Bausubstanz noch das kleinere Übel dar.

Aber nicht nur das Haus befand sich in einem beklagenswerten Zustand. Auf dem Grundstück sah es nicht viel besser aus.
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Letzte Änderung: 3. Mai 2017; Kapitel: 5. Die Gegenwart seit 1990; Schlagwörter: ,

Ortsgestaltungskonzeption von 1985

Mitte der 1980er wurden in der gesamten DDR Ortsgestaltungskonzeptionen erstellt. So auch in der Gemeinde Jennewitz, die ihren Sitz damals in Diedrichshagen hatte. Neben Jennewitz und Diedrichshagen gehörten der Gemeinde noch Boldenshagen, Wichmannsdorf, Horst und Hundehagen an.
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Letzte Änderung: 19. März 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , ,

Chronikprojekte 1969 bis 1989

Seit 1969 wurden die Gemeinden angehalten, alle 10 Jahre ihre Leistungen darzustellen und als Zuarbeit für ein Projekt der SED Kreisleitung zu gestalten. Anlaß waren die runden Jahrestage zur Gründung der DDR. Die Unterlagen zu diesem Projekt liegen in Kreisarchiv Bad Doberan. Sie sind trotz aller Agitation und Propaganda ein wertvolles Zeitdokument. Nachfolgend werde ich Auszüge, die das Dorf Jennewitz betreffen, veröffentlichen. In der Chronik sind natürlich auch die anderen Dörfer der Gemeinde dargestellt.
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Letzte Änderung: 29. Dezember 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , , , ,

Ordnung und Sauberkeit

… mahnte die Kreiszeitung Das neue Dorf in ihrer Ausgabe von April 1960 für das Betriebsgelände der MTS an.

Die Vorreiterrolle bei der Umgestaltung der Landwirtschaft in der Region zu Großbetrieben, auf denen moderne Technik effizient eingesetzt werden konnte, war die eine Seite der MTS Jennewitz. Die Andere war die eines normalen Betriebes in der DDR, mit dem alltäglichen Schlendrian außerhalb der markigen Propagandasprüche.

Zum Thema berichtete die Zeitung in Wort und Bild:
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Letzte Änderung: 19. März 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: ,

Die LPG „Roter Oktober“

Die Gründung einer Jennewitzer LPG erfolgte im Vergleich sehr spät. Während zum Beispiel Wichmannsdorf zu den Gründungspionieren in Mecklenburg zählte, war der Druck zur Gründung einer LPG in Jennewitz offensichtlich nicht sehr hoch. Dies hatte paradoxer Weise mit der MAS/MTS im Ort zu tun.

Die MTS waren der staatliche Motor zu LPG-Gründungen. Sie brauchten zum effzienten Einsatz ihrer Technik und neuen Technologien auch adäquate Partnerbetriebe. Da wurden die Neubauern mit ihren 7 bis 10 Hektar Ackerfläche und den entsprechend winzigen Schlaggrößen schnell zu Hemmschuhen der Entwicklung. Auch wenn dieser Satz auch aus einer zeitgenössischen Propagandazeitung stammen könnte, die Fakten und daraus resultierenden Schlüsse sind logisch und nachvollziebar. Aber wieso begünstigten diese Rahmenbedingungen eine Sonderrolle für Jennewitz?
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Letzte Änderung: 16. Februar 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: 

„Der Scheinwerfer“ – eine Dorfzeitung von 1954 bis 1960

Im Juni 1954 brachte die MTS erstmalig eine Dorfzeitung für den MTS-Bezirk Jennewitz heraus. Zugegeben, aus heutiger Sicht handelt es sich um eine „Propagandazeitung“. Dessen unbeachtet vermitteln die Ausgaben uns einen guten Einblick in die Zeit der Kollektivierung der Landwirtschaft.
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Letzte Änderung: 16. Februar 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: ,

Die MTS Jennewitz

Ab Mitte der 1950er Jahre wurde die MAS in eine Maschinen-Traktoren-Station umgewandelt. Dies wurde notwendig, weil die Maschinen immer größer und komplizierter wurden. Sie wurden nicht mehr einfach nur, und schon garnicht auf sporadische Anforderung, an Landwirtschaftsbetriebe verliehen, sondern in den Betrieben mit Kooperationsverträgen planmäßig eingesetzt. Durch diese Konzentration erreichten die MTS eine große Schlagkraft, von der die kleinen, örtlichen LPGen profitierten. Auch konnten Wartung und Reparatur der Technik professionell organisiert werden.
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Letzte Änderung: 5. Februar 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: 

Luftbilder von Jennewitz aus 1953

1953 wurde das Territorium der damaligen DDR zur luftbildtechnischen Erfassung systematisch abgeflogen. Aus diesem Programm stammen die ältesten, bekannten Luftaufnahmen der Jennewitzer Flur.
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Letzte Änderung: 11. Januar 2015; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , , , ,

Dorfwirtschaftspläne als Planungsgrundlage der frühen DDR-Jahre

In den Jahren 1951 und 1952 wurden als Grundlage für die staatliche Planung in der 1949 gegründeten DDR, Wirtschaftspläne erstellt. Diese wurden von den Gemeinderäten in den Kommunen, unter Mitarbeit aller gesellschaftlichen Träger, aufgestellt und beschlossen.
Heute sind diese Dokumente nicht nur ein Beispiel damaliger Rhetorik, sondern zeigen, wie im Zeitraffer, eine politische Entwicklung auf.
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Letzte Änderung: 19. März 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , , ,

Jennewitz als regionaler MAS Stützpunkt

1950-MAS-Traktoristen1948 wurde Jennewitz MAS Stützpunkt in der Region. Dazu wurde begonnen, den Bereich zwischen der Straße Kröpelin – Kühlungsborn als Technikstützpunkt mit Werkstatt zu bebauen. Auch die große Scheune auf dem Gutshof wurde dazu umgenutzt und zu einer Werkstatt mit Sozialtrakt umgebaut.
Auch das ehemalige Gutshaus wurde der MAS zugeordnet und entsprechend umgebaut.
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Letzte Änderung: 5. Februar 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , , ,

Der Bauboom von 1947 bis 1950

Wie ich im Artikel „Die Bodenreform 1946“ dargelegt habe, stellte die Bereitstellung von Wohn- und Wirtschaftsraum auch für die Jennewitzer Neubauern ein großes Problem dar.
Wie dieses in Jennewitz gelöst wurde beschreibe ich nachfolgend.
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Letzte Änderung: 5. Februar 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , , , , ,

Die Bodenreform 1946

1945 endete mit der Kapitulation Deutschlands nicht nur der Zweite Weltkrieg, sondern auch die zusammenhängende Bewirtschaftung des Gutes als Landesdomäne. Mit der Aufsiedelung des Gutes in Folge der Bodenreform 1946 wurde dieses dauerhaft zerstückelt.
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Letzte Änderung: 5. Februar 2014; Kapitel: 4. Jennewitz von 1945 bis 1990; Schlagwörter: , ,

Jennewitz während der NS-Herrschaft 1933 bis 1945

Jennewitzer Nazis, die Spuren ihrer Aktivitäten hinterlassen haben, sind mir nicht bekannt. Auch scheinten Jennewitz und seine Umgebung von den Auswüchsen der Nationalsozialisten, wie Judenverfolgung, Euthanasie oder Kriegsverbrechen, verschont geblieben zu sein. Der Pächter der Domäne und seine Angestellten sowie die Jennewitzer Büdner hatten andere Prioritäten, als sich politisch zu engagieren. Diese Einstellung spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Landtagswahl vom 5. Juni 1932 wieder.
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Letzte Änderung: 16. Februar 2014; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , ,

Die Volkszählung von 1900

Eine wichtige Quelle für jeden Chronisten sind die Listen der Volkszählung in Mecklenburg von 1900. Das Gute ist, niemand muss dafür ins Landesarchiv reisen. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch als Mormonen bezeichnet, hat mit ihrem Projekt FamilySearch eine gigantische Datenbank mit historischen Personendaten geschaffen. Diese ist in weiten Teilen öffentlich zugänglich und kostenlos. So sind dort auch sämtliche Erfassungsbögen der Mecklenburger Volkszählung von 1900 gescannt und digital indiziert.
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Letzte Änderung: 6. Mai 2017; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , , , ,

Jennewitz und Umgebung in der Statistik des 19. Jahrhunderts

Im Jahr 1851 wurde das Großherzogliche Statistische Büro zu Schwerin gegründet. Die dort angestellten Beamten erhoben akribisch Unmengen Daten, sie zählten buchstäblich jedes Hühnerbein im Domanium. Natürlich gab es davor bereits statistische Erhebungen. So wurden für 1843 in Jennewitz neben der Domäne eine Erbmühle und zwei Büdnereien gezählt. Im ganzen Ort lebten 62 Seelen. Diese waren aber eher sporadischer Natur und nie so akribisch. Das Personenstandswesen blieb nach wie vor in der Hand der Kirchenämter.
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Letzte Änderung: 6. Mai 2017; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: ,

Die Jennewitzer Büdnereien

1843 erscheinen erstmalig Büdnereien (2) in der Domanial-Statistik für Jennewitz.

In den Domanialakten zeugt ein Schriftwechsel aus dem Jahr 1853 von Jennewitzer “Grabenkämpfen”. In diesen monierte der Jennewitzer Müller die neuen Vorflutgräben zur Entwässerung der Büdnereien am Steffenshäger Weg. Bei starken Regenfällen überschwemmte das gesammelte Wasser seine Ländereien.
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Letzte Änderung: 6. Mai 2017; Kapitel: 1. Artikel ohne Zeitzuordnung; Schlagwörter: , ,

5. Versammlung deutscher Land- und Forstwirte 1841 in Doberan

Was auf dem ersten Blick so lapidar klingt, kann in seiner Bedeutung für die Region eigentlich nicht hoch genug eingeschätzt werden. Da ist es schon etwas erstaunlich, dass dieser Wirtschaftsgipfel, wie man heute sagen würde, wenig bekannt ist.
Etwas Vergleichbares gibt es heute nicht mehr. Die MeLa in Mühlengeez ließe sich noch am ehesten mit der damaligen Veranstaltung vergleichen, ist jedoch mehr als Landesschau konzipiert. Die damalige Versammlung deutscher Land- und Forstwirte war eine deutschlandweite Veranstaltung mit internationaler Beteiligung. Dies wird in dem Bericht eindrucksvoll durch die Auflistung der 909 Teilnehmer der Veranstaltung belegt.
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Letzte Änderung: 20. Oktober 2015; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , ,

Jennewitz im 19. Jahrhundert

Im Gegensatz zum benachbarten Amt Bukow, das umfangreichen ritterlichen Besitz zu verwalten hatte, befand sich der gesamte Amtsbereich Doberan seit der Säkularisation des Klosters 1552 in domanialem Besitz des Schweriner Herrscherhauses. Dies trifft damit natürlich auch auf Jennewitz zu, was eine Analyse der zeitgenössischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse deutlich vereinfacht.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: ,

Jennewitz im 18. Jahrhundert

Auch in Jennewitz begann das 18. Jahrhundert mit „Wundenlecken“. Gerade die ländlichen Räume Mecklenburgs hatten noch immer unter den Folgen des Dreißigjährigen Krieges zu leiden. So war das Gut Jennewitz bis 1712 verpfändet. Es war die Blütezeit der Leibeigenschaft und des Bauernlegens.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , , ,

Die Jennewitzer Mühle

Der bislang älteste Hinweis auf einen Jennewitzer Müller findet sich in der Chronik von Kröpelin von 1932, allerdings ohne Quellenhinweis. Darin heißt es: » 1726 entstand im Stadtgebiet eine zweite Windmühle. Der Windmühlenbesitzer Dietrich Daniel Westphal zu Jennewitz ließ sie aber nicht wieder aufbauen, nachdem sie 1738 abgebrannt war. «

Im Beichtkinderverzeichnis von 1751 wurde kein Müller aufgeführt.

1768 genehmigte der Herzog den Bau einer Windmühle in Jennewitz. In den Pachtunterlagen von 1788 wurde für Jennewitz erstmalig eine Mühle erwähnt, die zum Hof gehörte und mit diesem verpachtet wurde.
Standort war die Anhöhe nordwestlich der heutigen Milchviehanlage in Kröpelin.
Dies ist auf nebenstehendem Kartenausschnitt der Schmettauschen Generalkarte Mecklenburgs gut zu erkennen.
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Letzte Änderung: 7. Mai 2017; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , , ,

Jennewitz in den Mecklenburgischen Beichtkinderverzeichnissen von 1751

Das Jahr 1751 ist eine Zeitmarke, die in diversen Chroniken der Region sehr oft auftaucht. In dem Jahr, wie auch bereits 1704, ließ die Kirche von ihren Pastoren sogenannte Beichtkinderverzeichnisse erstellen. Dies geschah im Rahmen der Verantwortlichkeit der Kirchenämter für das Standeswesen. Da in diesen Jahren wohl so ziemlich alle Einwohner Mecklenburgs, zumindest im ländlichen Raum, christlich getauft und konfirmiert waren, sind diese Verzeichnisse wie Einwohnerlisten zu sehen. So wurden dort für Jennewitz, das zum Kirchspiel „des Städtlein Cröpelin“ gehörte, 23 Namen aufgelistet, wie die Freileute:
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Letzte Änderung: 18. Januar 2015; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , ,

Der Zeitpachthof Jennewitz

Anfänglich wurden die Domänen Mecklenburgs durch die Ämter direkt verwaltet. In der Regel war ein Amtsverwalter für mehrere Domänen zuständig. Da machte auch Jennewitz keine Ausnahme. Wie das in der Praxis aussah, konnte ich bislang noch nicht in Erfahrung bringen. Denkbar ist, dass vor Ort ein „Vorarbeiter“ die Anordnungen des Verwalters während seiner Abwesenheit umsetzte und für Ordnung sorgte.

Jennewitz gehörte auch zu den Domänen, die, augenscheinlich infolge des Dreißigjährigen Krieges, verpfändet wurden. Von 1643 bis 1712 wurde der Hof an den » kgl. Obrist Lieutenant Arendt Levezow zu Schorrentin « verpfändet. Einzelheiten über die Gründe sind den Akten genauso wenig zu entnehmen, wie die Art der Bewirtschaftung in diesem Zeitraum.

Als eine der ersten Domänen im Herzogtum Schwerin begann für Jennewitz die Ära als Zeitpachthof. Nachdem der Hof 1712 aus der Verpfändung entlassen wurde, verpachtete die herzogliche Kammer den Hof sofort an einen Johann Christian Steinbecken.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , ,

Jennewitz unter den Folgen des Dreißigjährigen Krieges

Ob Jennewitz unter direkten Kriegseinwirkungen zu leidem hatte, ist bislang nicht bekannt. Eine um 1932 erstellte Chronik von Kröpelin verzeichnet für das Kirchspiel Kröpelin einen deutlichen Bevölkerungsrückgang.
In Jennewitz ist dort für 1601 ein Hof und zwei Hufen und für 1653 nur noch ein Hof aufgeführt:
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2014; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: ,

Hofbeschreibung von 1605

Im Jahr 1605 sah sich die Herzoginnenwitwe des Mecklenburger Herrscherhauses, Sophia von Schleswig-Holstein-Gottorf, genötigt, die Domäne Jennewitz zu verpfänden. Dies geschah in Vormundschaft ihrer minderjährigen Söhne und Thronerben. Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt, jedoch ist der Begriff „Schulden“ keine Erfindung der Gegenwart. Auch frühere Herrscher haben es verstanden, ihre Abenteuer durch kommende Generationen finanzieren zu lassen.

Im Zuge der Abtretungsverhandlungen wurde eine Inventarliste erstellt, die als erste mir bekannte Hofbeschreibung eine Vorstellung zeitgenössischer Gutsbewirtschaftung vermittelt.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2014; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: , , ,

Der erste Hofanschlag 1598

Nein, ich habe mich mit der Überschrift nicht vertan. Das Gut Jennewitz ist ein gutes Beispiel, wie langwierig der Aufbau einer funktionierenden Verwaltung war. Zu erwarten wäre eigentlich eine Bestandsaufnahme unmittelbar nachdem 1552 die ehemaligen Klosterländereien in das herzogliche Domanium integriert wurden.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 3. Die Zeit als Domäne; Schlagwörter: ,

Jennewitz zur Reformation um 1552

Im Frühjahr 1552 wurde das Doberaner Kloster, als unmittelbare Folge der aufkommenden Kirchenreformation, säkularisiert. Damit fielen alle Klosterbesitztümer, so auch Jennewitz, an den weltlichen Landesherren, den Herzog von Mecklenburg. Dieser gliederte den Neubesitz in sein Domanium ein, was ihm zunächst eine Menge Probleme bescherte.
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Letzte Änderung: 9. Januar 2017; Kapitel: 2. Das Mittelalter; Schlagwörter: ,

Jennewitz unter dem „Krummstab“

Der Krummstab ist ein bischöfliches Machtsymbol und wird oft als Metapher für die Herrschaft der Kirche benutzt. Wie das gesamte Gebiet um Doberan befand sich auch Jennewitz bis 1552 im Besitz des Klosters.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 2. Das Mittelalter; Schlagwörter: ,

Der Überfall Rostocker Truppen im Jahr 1312

1312 überfielen Rostocker Truppen das Doberaner Kloster und seine umliegenden Besitzungen. Betroffen war auch Janewiz.
Viel ist über diese Repression nicht bekannt, was auf ein relativ gewöhnliches Ereignis zur damaligen Zeit hindeutet.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2018; Kapitel: 2. Das Mittelalter; Schlagwörter: ,

Wie wurde Jennewitz Besitz des Klosters Doberan?

Die ganz kurze Antwort lautet, volkstümlich ausgedrückt: »nichts genaues weiß man nicht«. Wo es an Fakten fehlt, lässt es sich prima spekulieren. Auch ich habe mir meine Meinung zu dem Thema längst gebildet. Bekannt ist lediglich, dass Jennewitz als Bojanewitz erstmalig 1192 urkundlich erwähnt worden sein soll. [Quelle: Stadtverwaltung Kröpelin]
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Letzte Änderung: 2. Januar 2018; Kapitel: 2. Das Mittelalter; Schlagwörter: ,

Jennewitz in der Slawenzeit

995 gilt als Gründungsjahr von Mecklenburg, aufgrund der ersten urkundlichen Erwähnung der Michelenburg in einer Urkunde des jungen Kaisers Otto III. (980-1002). Jennewitz dürfte, nach heutigem Erkenntnisstand, zu diesem Zeitpunkt eine slawische Siedlung gewesen sein.
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Letzte Änderung: 2. Januar 2018; Kapitel: 2. Das Mittelalter; Schlagwörter: , ,

Die archäologischen Perioden in unserer Region

Nach dem Abtauen der Gletscher der letzten Eiszeit ab ca 12.000 v. Chr. wurde unsere Region schnell von den Menschen der Steinzeit besiedelt. Das belegen archäologische Funde, wie Rengeweihhacken und Stielspitzen bei Güstrow. Wenn auch nicht speziell für Jennewitz, so gehen Archäologen doch von einer durchgehenden Besiedelung des Territoriums von Mecklenburg-Vorpommerns aus. Dabei unterscheiden sie die Perioden:
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Letzte Änderung: 12. April 2016; Kapitel: 1. Artikel ohne Zeitzuordnung;